Der Rothenburger Klimabeirat kam am 24.11. erstmals zusammen. Zwar musste die als Runder Tisch mit Workshop-Charakter konzipierte Erstveranstaltung aus bekanntem Grund virtuell stattfinden, dennoch war von Beginn an Motivation und Wille da, gemeinsam erreichbare Klimaziele zu formulieren. So war diese Runde, bislang bestehend aus 11 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedener Interessensgruppen aus Rothenburg ob der Tauber und fünf Teilnehmern aus der Stadtverwaltung Rothenburg, inklusive OB Dr. Markus Naser, gleich bestens aufgestellt.
Dr. Naser begrüßte und erläuterte den Beteiligten die bisherigen Tätigkeiten und auch künftige Ziele der Stadtverwaltung beim wichtigen Thema Klimaschutz. Auch an welchen Positionen und in welchen Themenfeldern bereits erfolgreich agiert wurde (hier seien als ein Beispiel Investitionen in erneuerbare Energien genannt) wurde beschrieben.
In einer Vorstellungsrunde lernten sich die Mitglieder des Klimabeirats besser kennen. Bereits hier kamen konkrete Anliegen aus der Runde, die von ÖPNV bis zu sicheren Radwegen reichten, vom Umgang mit Regenwassermengen bis zu Möglichkeiten, bestehende Gebäude, privat wie gewerblich, mit Solaranlagen zu bestücken. Ein konkreter Wunsch einer Beteiligten war hier, die Beplanung des Baugebiets Himmelweiher so fahrradfreundlich wie möglich zu gestalten. Hier solle von Anfang an klar sein, dass Radfahrer erwünscht sind. Heißt u.a.: eine klare Trennung zwischen Fußgängern und Radfahrern, Stellplätze für Räder, Bügel zur Sicherung beim Abstellen. Immerhin würden künftig vermehrt Eltern ihre Kinder zum neuen Kindergarten bringen und brauchen eine radgerechte Infrastruktur, klare Signale und klare Kennzeichnung. Radler könnten sich durchaus als eine herausragende Klientel für das geplante Café inmitten des Baugebietes etablieren. Das Bauamt der Stadt hatte hier sämtliche Pläne zur Veranschaulichung parat und lud explizit dazu ein, Änderungswünsche im Bauamt vorzutragen, man werde sich kümmern.
Der ÖPNV, ebenfalls als Schwachstelle identifiziert, sei regional und gerade für Senioren ohne eigenes Fahrzeug dringend verbesserungsbedürftig. Aber eben auch die Umwelt würde durch deutliche Verringerung des Individualverkehres nachhaltig profitieren, so der Tenor.
OB Dr. Naser wies darauf hin, dass alles eingeleitet sei, eine Klimamanagerin oder einen Klimamanager einzustellen. So lange führt er den Vorsitz bei den zweimonatlichen Treffen. Sobald die Position des Klimamanagers besetzt ist, wird dieser ein Klimaschutzkonzept erstellen. Der Klimabeirat wird hier beratend tätig sein. Die Qualität und die Inhalte des ersten Treffens lassen jedenfalls keinen Zweifel aufkommen: Der Start ist geglückt.
Der Termin für die nächste Sitzung steht bereits fest: Donnerstag, der 13. Januar 2022. Interessenten können noch einsteigen und sich im Vorzimmer des OB anmelden. Wem dabei der Beginn um 16 Uhr zu früh ist, der kann auch noch etwas verspätet dazustoßen.

























