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Schatzsuche per GPS

Eingetragen von am 18. April 2010 – 12:53Kein Kommentar

Fast jeder kennt Schnitzeljagden aus seiner Kindheit. Dieses Spiel, bei dem man Hinweisen folgend, Punkte im Gelände auffindet, gibt es heute auch in einer modernen Variante. Ausgerüstet mit GPS-Navigationsgerät und Koordinaten sowie Hinweisen aus dem Internet, kann man sich beim Geocaching auf die Suche nach den Schätzen machen. Auch in und um Rothenburg.

Größerer Cache in einer Frischhaltedose. Sie bieten Platz für allerlei Tauschgegenstände oder die sog. Travelbugs.

„Wo Georg zum Galgen geht“, „Niemands Tochter“ oder „Tauberesel“, so heißen einige der Standorte, an welchen im Rothenburger Stadtgebiet und dem Umland „Schätze“, sog. „Caches“ versteckt sind. Wer aufmerksam liest, kann oftmals bereits in etwa erschließen, wo sich die entsprechenden Verstecke befinden. An die 100 dieser Verstecke existieren in der Stadt und im näheren Umkreis.
Geocaching-Datenbanken im Internet geben Auskunft über die exakte Position des Caches (GPS-Koordinaten) und halten noch weitere Informationen bereit. So werden Logeinträge der letzten Finder, Bilder aber auch konkrete Hinweise bei schwierigen Verstecken veröffentlicht. Meist führt ein Cache den Sucher zu interessanten Plätzen oder ungewöhnlichen Orten.

Travelbugs

Wer sich auf die Suche macht, findet vor Ort oftmals eine wasserdichte Frischhaltedose, die allerlei kleine Tauschgegenstände wie Buttons oder kleine Figuren und als wichtigstes Utensil ein Logbuch enthält. Jeder Finder eines Caches trägt sich im Logbuch ein, um seinen Fund zu dokumentieren. Ebenfalls kann ein Fund in einer der Geocaching-Datenbanken im Internet vermerkt werden.

Ein Microcache, bestehend lediglich aus dem Logbuch und einem Stift, untergebracht in einer kleinen Filmdose.

Interessantere Inhalte eines Caches sind die sog. Travelbugs. Diese Plaketten oder Münzen sind durch eine eindeutige Zahlenkombination gekennzeichnet und ihre Bestimmung ist es, von Cache zu Cache weiter zu reisen. Der hierbei zurückgelegte Weg lässt sich durch die Meldungen eines Fundes nachvollziehen.

An Verstecken, die weniger Platz bieten, werden als Behälter gerne Filmdöschen verwendet. Diese bieten in der Regel gerade den Raum für das Logbuch und einen kleinen Bleistift.

Das Anfertigen und Verstecken eines gut gemachten Caches ist nicht ganz trivial und mit einigem Aufwand verbunden. Ein adäquates Versteck muss gefunden, der Cache zusammengestellt und versteckt werden. Anschließend wird der Standort mit Beschreibung in einer der Datenbanken vermerkt.

Muggels

Um zu verhindern, dass Caches beschädigt oder gar entwendet werden, gilt es daher, diese möglichst von Dritten unbeobachtet zu bergen. Personen, die nichts mit dem Spiel zu tun haben, werden von den Cachern als „Muggels“ tituliert. In den Harry-Potter-Büchern werden so Personen bezeichnet, die ohne magische Abstammung oder Fähigkeiten sind.

Nach dem Aufinden und dem „loggen“ soll der Cache wieder in der gleichen Position am gleichen Ort versteckt werden, damit er von weiteren Cachern gefunden werden kann.
Neben den einfachen Caches, mit einem einzigen Versteck, existieren auch sog. Multicaches. Hier werden an einer oder mehreren Stationen Hinweise oder Aufgaben platziert, die entschlüsselt oder gelöst werden müssen und so zur nächsten Station führen. Am Ende steht wieder der Eintrag in ein Logbuch: „Schatz gefunden!“

Weitere Infos:

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