Weniger wegwerfen, mehr nutzen

Landkreis Ansbach zeigt Ausstellung „Beste Reste“ und stellt neuen Kalender vor

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Weniger Lebensmittel wegwerfen, Reste kreativ verwerten: Für manche gehört das zu den guten Vorsätzen für das neue Jahr. Genau hier setzt die Ausstellung „Beste Reste“ an, die ab sofort im Foyer des Landratsamtes Ansbach (Crailsheimstr. 1 in Ansbach) zu sehen ist. Gleichzeitig wird der neue Beste-Reste-Kalender präsentiert, der praktische Impulse für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln gibt.

Die Ausstellung ist Teil der gleichnamigen Kampagne „Beste Reste“, die vom Klimaschutzmanagement des Landkreises Ansbach initiiert wurde. Ziel ist es, Lebensmittelabfälle im Alltag zu reduzieren und für das Thema Lebensmittelwertschätzung zu sensibilisieren. Hintergrund ist eine alarmierende Zahl: In Deutschland landen jährlich rund 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Pro Person entspricht das laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich etwa 74,5 bis 79 Kilogramm Lebensmittelabfällen pro Jahr.

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Bereits im vergangenen Jahr ist im Rahmen der Kampagne ein Beste-Reste-Rezeptbuch entstanden. Es enthält kreative Rezeptideen zur Verwertung übriggebliebener Lebensmittel sowie zahlreiche Tipps und Impulse zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Dass dieses Engagement fortgeführt werden sollte, zeigte auch eine Bürgerbefragung des Klimaschutzmanagements: Die Maßnahme „Reduzierung von Abfällen“ wurde im Handlungsfeld „Öffentlichkeitsarbeit“ auf Platz eins gesetzt.

Ein neuer Baustein der Kampagne ist nun der Beste-Reste-Kalender. Entwickelt wurde er von Studierenden des Studiengangs Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Nausch am Campus Triesdorf in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Ansbach. Ziel ist es, regionale und saisonale Impulse zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung im Landkreis zu setzen. Monat für Monat bietet der Kalender Anregungen zur Resteverwertung, kreative Rezepte sowie Tipps für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln. Der Kalender ist ab sofort digital auf der Klimaschutz-Homepage des Landkreises Ansbach im Bereich „Mitmachen“ kostenlos zum Download verfügbar. Landrat Dr. Jürgen Ludwig hob bei der Vorstellung insbesondere die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern hervor: „Dieses Projekt zeigt, wie wertvoll die Kooperation mit regionalen Akteuren ist. Der gemeinsam mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf entwickelte Beste-Reste-Kalender ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus Zusammenarbeit konkrete und alltagstaugliche Lösungen entstehen.“

Die Ausstellung „Beste Reste“ ist bis Ende Februar 2026 im Foyer des Landratsamtes zu sehen. Sie umfasst den Beste-Reste-Kalender, der an einer Leine präsentiert wird, Infomaterialien rund um nachhaltige Ernährung, Regionalität und Saisonalität sowie gedruckte Exemplare des Beste-Reste-Rezeptbuchs. Darüber hinaus haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihr persönliches Beste-Reste-Rezept einzureichen. Jeder, der ein Rezept einreicht, erhält einen Kalender. Die Klimaschutzmanagerin des Landkreises Ansbach Lena Navarro Ortiz betont die wachsende Reichweite der Kampagne: „Besonders freut mich, dass ‚Beste Reste‘ auch in Schulen und Kitas auf großes Interesse stößt. Wir erhalten zahlreiche Anfragen und die Materialien werden dort bereits als Lernmaterial eingesetzt.“ Die Ausstellung kann zudem über das Klimaschutzmanagement des Landkreises Ansbach kostenlos ausgeliehen werden, beispielsweise für Schulen, Kitas oder öffentliche Einrichtungen. Anfragen sind telefonisch unter 0981/468-1030 oder per E-Mail an klimaschutz@landratsamt-ansbach.de möglich.

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